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Zentrum für Geisteswissenschaft Straßburg

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Franz Bardon über die Temperamente

Quelle: Franz Bardon, Der Weg zum wahren Adepten


„Da der Geist seine Auswirkungen ohne Vermittlung der Seele nicht zustandebringen würde, ist daher der Astralkörper der Sitz sämtlicher Eigenschaften, die der unsterbliche Geist hat. Je nach seiner Entwicklung und Reife hat er eine verschiedenartige elektrische oder magnetische Fluidschwingung, die sich in der Seele in den vier Temperamenten nach außen hin zeigt. Den vorherrschenden Elementen nach unterscheiden wir das cholerische, sanguinische, melancholische und phlegmatische Naturell. Das cholerische Temperament entspringt dem Feuer - Element, das sanguinische dem Luft - Element, das melancholische dem Element des Wassers und das phlegmatische dem Element der Erde. Je nach Stärke und Schwingung des betreffenden Elementes zeigt sich in den verschiedenen Eigenschaften auch die Stärke, Kraft und Expansion der betreffenden Fluidschwankungen. Jedes dieser vier Elemente, die das Temperament im Menschen bestimmen, hat in der aktiven Form das Gute oder die guten Eigenschaften und in der passiven Form die entgegengesetzten, also die schlechten Eigenschaften. Es wäre zu umfangreich, eine genaue Aufstellung der Wirksamkeit der Elemente hier anzuführen, und es ist daher besser, wenn der angehende Eingeweihte durch eigene Meditation weitere Wirkungen entdeckt. Auf dem Wege zur Einweihung hat es auch seinen besonderen Zweck. ….


…. Die Eigenschaften der Temperamente bilden je nachdem, welche Eigenschaft die überwiegende ist, die Grundlage des Charakters des Menschen. Die Intensität der betreffenden nach außen hin sich zeigenden Eigenschaften hängt von der Polarität, also dem elektrischen oder magnetischen Fluid ab. Der Gesamteinfluß der Auswirkung der Temperamente hat eine Strahlung zur Folge, die fachmännisch Aura genannt wird. Daher ist die Aura nicht mit der Astralmatrize zu vergleichen, da zwischen diesen beiden ein krasser Unterschied besteht. Die Astralmatrize ist der Verbindungsstoff zwischen Körper und Seele, die Aura dagegen ist die Strahlung der Wirksamkeit der Elemente in den verschiedenen Eigenschaften und hat ihre Begründung entweder in aktiver oder passiver Form. Diese Strahlung ruft in der ganzen Seele eine bestimmte Vibration hervor, die einer bestimmten Farbe entspricht. Auf Grund dieser Farbe ist es dem Eingeweihten möglich, mit den astralen Augen die eigene Aura oder die eines anderen Wesens genau zu erkennen. Der Sehende kann dann mit Hilfe der Aura bei einem Menschen nicht nur den Grundcharakter feststellen, sondern auch die Wirksamkeit respektive Polarität der Seelenschwingung wahrnehmen und diese eventuell beeinflussen. Dieses Thema behandle ich noch eingehender in einem separaten, die Introspektion betreffenden Kapitel. Das Temperament des Menschen beeinflußt demnach seinen Charakter, und beide zusammen bilden in ihrer Auswirkung als Gesamtergebnis die Strahlung der Seele oder die Aura. Die Bilder hoher Eingeweihter und Heiliger werden nicht umsonst mit einem Heiligenschein umgeben, der mit der soeben beschriebenen Aura identisch ist.“



Weiterführende Links:


- Zusammenstellung Charaktertabelle

- Rudolf Steiner über die Aura

- Rudolf Steiner über die Vier Temperamente

- Komplementärfarben

- Krankheit und Charakter