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FRABATO  HERMETICA

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Zentrum für Geisteswissenschaft Straßburg

Dr. M.K. - Konzentration


Folgend ein Auszug über Konzentrationsübungen von Dr. M.K. aus dem Buche "Erinnerungen an Franz Bardon". Dieser beinhaltet Ratschläge bezüglich Konzentrationsübungen und ist somit jedem ernsthaften Schüler der Hermetik zu empfehlen. Ich Wünsche viel Freude am geistigen Studium und dem Interessenten, der dieses Gebiet eher theoretisch durchmacht, dass er im Zuge dieses Beitrages vielleicht sein Wissen bereichern kann.


Straßburg am 10.08.2008

S.A.


Dr. Lumir Bardon / Dr. M.K. - Erinnerungen an Franz Bardon, 2. Auflage - 1996, Rüggeberg - Verlag Wuppertal (www.vbdr.de)

Seite 44 bis 47:

Ein Künstler, ein Virtuose fängt nicht gleich mit dem Spielen des Meisterstückes an, sondern vorher macht er Fingerübungen, Etüden und wiederholt die schwierigsten Passagen. Ähnlich soll man vor der Hauptkonzentrationsübung erst mit dem Leergefühl anfangen. Die Gedanken, die sich von selbst melden, soll man vorbeilaufen lassen, ohne dazu Stellung zu nehmen und sich wie ein Fremder dazu verhalten. Manche kommen wiederholt vorbei – es ist der Spiegel unseres Unterbewusstseins, bestehend aus Gedanken, unseren Wünschen, Befürchtungen und Träumen, die uns im Wachzustand meistens beschäftigen, uns auch belästigen, uns Kräfte wegnehmen und am fruchtbaren Handeln hindern. Durch Nichtbeachtung vermeiden wir die Kraftabgabe, denn die Gedanken erschöpfen sich, werden schwach und schwächer, bis sie sich vollkommen in entsprechende Elemente zerlegen und auflösen, und somit die Macht über uns verlieren. Es ist dieser Zustand der Leere, Gedankenstille, auch negativer Zustand genannt.

Es genügen meist 10 Minuten, und am End kommt das ersehnte Leeregefühl, wo wir nichts spüren, nichts sehen, nichts fühlen, nichts schmecken, nichts riechen. Der Körper befindet sich in einer entspannten Sitzhaltung, Asana, ganz locker. Nun können wir uns intensiv, ohne lästige Eindrücke, richtig Zielbewusst und ungestört konzentrieren. Beispielsweise konzentrieren wir nur eine Farbe, wobei wir für die Dauer je nach bedarf eine Weckuhr benutzen können, und lassen dabei keine äußeren Eindrücke an uns heran.

Falls irgend etwas aus dem Unterbewusstsein auftaucht, wehren wir die störenden Eindrücke ab, ohne die Aufmerksamkeit von der Farbe zu wenden, als ob um die Farbe herum ein magnetisches Feld mit Absauger wäre, der alle Störungen aufsaugt. Das Geheimnis des ganzen Geschehens ist also, keine Aufmerksamkeit, somit Kraft und Energie an Störungen abzugeben, dagegen der gewünschten Farbvorstellung die volle Energie zu widmen. Spielend die Energie verdichten, bis sie kugelförmig leuchtet wie eine farbige Sonne, bis sie glänzt oder sogar fluoresziert wie eine Neonröhre oder ein Opalstein, dabei die Farbe verdichtend und abschwächend. Wir können auch die Kugel verformen, und wenn der Wecker nach 5-10 Minuten erklingt, lösen wir die Farbe auf. Die Auflösung kann entweder plötzlich wie eine Detonation erfolgen, wobei wir gleichzeitig das Gefühl der Leere hervorrufen, oder wir lassen die verdichtete Kraft sich im Universum auflösen, oder übergeben sie dem entsprechenden Element ohne Ladungseigenschaften.

Am allerbesten kann man eine Gewohnheit durch wiederholte Vorstellungskonzentration festigen.. Man bestimmt die Quelle der Kraft und die Eigenschaft und verbindet sie mit Farbe, Ton, Gefühl, Geschmack, Duft, je nach Wunsch einzeln oder zusammen. Beispielsweise kann man Farben als feurige Nebel, wolkenförmig oder diffus, oder wie ein Tropfen, faden- oder strahlenförmig vorstellen. Dabei kann man das Element durch den entsprechenden Finger der linken Hand (Kleinerfinger = Luft, Ringfinger = Erde, Mittelfinger = Akasha, Zeigefinger= Feuer, Daumen = Wasser) in den Körper ziehen,  und wunschgemäß in die entsprechenden Körpergegenden, z.B. Kopf – Feuer, Brust – Luft. Bauch – Wasser, Beine – Erde, stauen, oder es außerhalb des Körpers in eine bestimmte Form und/oder Ebene (Akasha, mentale, astrale oder physische Ebene) verdichten. Soll die Verdichtung aufgehoben werden, zieht man das entsprechende Element aus der Körperregion und lässt es durch den entsprechenden Finger der rechten Hand fließen und sich im Universum auflösen.


Machen wir uns diesen Vorgang zur Gewohnheit, also z.B. 1. Energiequelle, 2. Ebene, 3. Kraftstauung, 4. Analogie der Elemente im Körper, 5. Aufsaugen, 6. Auflösung – dann können wenig Fehler passieren. Einmal ist keinmal, und zweimal ist schon Gewohnheit. Es ist gut, sich an ein solches kleines Ritual zu gewöhnen, denn je intensiver wir mir der Energie arbeiten, desto mehr müssen wir die Analogien beachten. Wenn wir nämlich z.B. eine Energie verdichten, und vergessen sie wieder aufzulösen, könnte es zu Schäden an unserer Gesundheit führen, und zwar um so mehr, je  intensiver wir die Kräfte verdichten können. Nochmals sei wiederholt, was im Vorwort gesagt wurde: falls wir die Energie nicht für uns gebrauchen wollen, sondern für jemand anderen, lassen wir die Energie mit unserem eigenen Körper NICHT in Kontakt kommen, sondern wir stauen sie außerhalb unseres Körpers. Es ist empfehlenswert, jede Konzentration, Gedankenübung, usw. immer an derselben Stelle, in derselben Sitzhaltung (Asana) und der gleichen Zeit durchzuführen. Der Raum wird dadurch nach und nach von Nebengedanken gereinigt und somit für schnellen Erfolg geladen was natürlich auch willkürlich geschehen kann.