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Zentrum für Geisteswissenschaft Straßburg

Runen in der Gegenwart


Das Thema Runen (Raunen) ist durch den Missbrauch von genau 5 Runen in der NS-Zeit sowie durch die Entwertung des Hakenkreuzes, dem Heils- und Glückszeichen (Su-asti-ka),  heute weitgehend unerwünscht. Letzteres wurde zum Symbol für den braunen „Hitlerwahn“, sodass bedauerlicherweise diesem Zeichen wohl noch lange ein schlechter Ruf anhaften wird. Dies ist einer der Gründe warum man heute so wenig Brauchbares über die Runen erfahren kann und weshalb es ein großes Desinteresse an diesem Wissenschaftszweig gibt. Obwohl es einige hundert SINN-Runen, 24, 28, 33,… SCHRIFT-Runen und 16 RAUM- und ZEIT-Runen gibt.


Der Runenforscher und Kabbalist R.D. Jossé meinte dazu:“ Alles, was mit dem germanischen Norden, mit Odin und Baldur zusammenhängt, gilt seit jeher für vogelfrei, wo jeder Menschling vom hochgelehrten Professor bis herunter zum rotnäsigen Biersäufer, seine geistigen, witzlosen Exkremente nach Belieben herumwerfen darf. Die gleiche Schicht, die mit hyperironischer Andacht im Herzen dem heillosen Wirrwarr der antiken Götterwelt dichtend, verehrend, erschauernd, gegenübertritt, hat von dem Glauben der germanischen Väter meist nur eine sehr verschwommene Vorstellung.


Und die gleichen Gebildeten, die schwärmerisch von der hellenischen Hochblüte der apollinischen Kultur reden, haben für das germanische Altertum nur ein hilfloses Achselzucken übrig, denn


1. kam das Licht aus dem Osten und

2. lagen die alten Germanen auf Bärenhäuten und tranken immer noch eins!


Ganz abgesehen davon, daß selbst der dümmste Rübenbauer nie seine Ahnen entehren und verleugnen würde, waren die alten Germanen ein hochstehendes Kulturvolk, dessen Wissen, Lebensregeln und Lebensstil mindestens dem der griechischen Blütezeit ebenbürtig war, wenn auch in anders ausgeprägten Formen. Nur das Schlagwort: “ex oriente lux“ und die damit bedingte Fehlorientierung unserer Gelehrten und Gebildeten konnten jahrhundertelang Mimirs Brunn, den Born unseres Wissens von der Vergangenheit verschüttet lasse.

…Doch dazu müssen wir Wissende werden – Wissende um das Gesetz unseres Seins.


List, sowie Prof. Herman Wirth erkannten, daß die Runen die etwas abgeänderte Urschrift der Menschheit sind, daß in der Vorzeit das Ahnenvolk der indogermanischen (weißen) Rasse, die Atlantier oder Arier oder Asen die Schrift in jahrzehntetausendelangen Entwicklungsepochen von kosmischen Erscheinungen ableiteten.“


Heute unterscheiden wir zwei Hauptgruppen dieser „Schriftzeichen“. Nämlich die „Buchstaben-Runen“ und die „Heilszeichen-Runen“, welche bis in die heutige Zeit, wenn auch Großteils unbewusst, noch im Gebrauch sind. Da die moderne Wissenschaft ja mehr Wissen zerstört als Wissen schafft, wird unter dem Begriff Runen bis zum heutigen Tage eigentlich nur der Buchstabe, ferner die Schrift verstanden. Dabei sind es gerade die Heilszeichen-Runen, die Hieroglyphen der Germanen, welche als eigentliche Schriftzeichen gelten sollten. Die Rune als Hieroglyphe war logischer Weise in hunderten „Schriftzeichen“ vertreten.


Hierzu heißt es bei Jossé: „Die Ur-Runen sind also ein kosmisches Erlebnis. Die Runenformen sind keine zufälligen Gebilde wie viele andere Schriften, sondern kraftgeladene Wesenheiten, die der Gestalt der verschollenen Urschrift am nächsten kommen.


Sie sind die Symbole für Kraftströme und Anzeiger von Spannungsverhältnissen (Winkel). Daraus ergibt sich ihre geheime Bannkraft!


Jede Rune hat einen 4fachen Wert

1. Lautwert = Buchstabe

2. Silbenwert

3. Wortwert = Ideogramm

4. Sinnwert = Idee-Symbol


So hat z.B. die Man-Rune folgende Bedeutungen:

1. Als Buchstabe: den Lautwert M

2. Als Silbe: den Wert man

3. Als Wort die Bedeutung: Mensch, Mann, Mond, Mehrung

4. Als Idee: der Mensch als Ebenbild Gottes


Außerdem besitzt jede Rune noch physikalische-astrologische (Kraft), chemische (Stoff) und algebraische Werte (Zahl).“


Diesbezüglich empfehle ich dem Interessierten Leser „Die sieben Deutungsaspekte“ als Studiums Unterlage.


Soviel im Vergangenen Jahrhundert auch in Bezug auf die Runenforschung aufgearbeitet wurde, so muss man doch sagen dass es nur wenige wirkliche „Forscher“ auf diesem Gebiet gegeben hat. Erfolg und Misserfolg hängen eben auch vom Charakter der jeweiligen Persönlichkeit ab. Worauf Franz Bardon schon eingehend hingewiesen hat. Wie die sozialen Umstände im Volk mit dem Charakter der führenden Persönlichkeiten zusammenhängen und sich dementsprechend entwickeln so hängen die Umstände des okkulten Forschens, in diesem Sinne des Runenforschers, vom jeweiligen Charakter und der Ernsthaftigkeit des Studiums an sich ab. Der magische Gebrauch der Runen sollte nicht unterschätzt werden. Eine Kraft vertritt keine moralischen Werte, sie beeinflusst das Negative genauso wie das Positive! Ohne Rücksicht auf Gesundheit oder Krankheit, auf Aufbau oder Zerstörung oder auch dem sozialen Wert einer Anwendung an sich. Für den Strom hat es keinen Wert was mit dem Körper passiert in dem er hineinfährt!


Ein grober Denkfehler den manche begehen ist die Annahme dass die Runen, egal ob geschrieben oder geritzt, ihre Strahlkraft lediglich durch die Kraft des Tageslichts erhalten. Dies würde bedeuten dass eine Rune, die zum Schutz des Hauses angebracht wurde in der Nacht ihre Wirkung verliert. Im Grunde bezieht sich eine solche Annahme auf die Farben. Farben sind aber keine Schwingungsträger sondern Umformer oder Empfänger. Schwingungsträger sind Name, Zahl, Metall, Stein etc. Mit der entsprechenden Farbe können z.B. schädliche Kosmische Kräfte abgehalten, bzw. reflektiert werden. Dieses Wissen nutzen früher auch Feldherren bewusst für ihre Zwecke. Zudem sei erwähnt dass die Wirkung der Runen nicht von der Materie an sich abhängig ist. Ein geschulter Geist vermag ebenso imaginativ die Kräfte zu nutzen.



Strassburg am 16.4.2017

S.A.