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Zentrum für Geisteswissenschaft Straßburg

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Introspektion - Selbsterkenntnis



Intropsektion - Selbsterkenntnis ist in vielen Religionen zu finden. Als Beispiel sei die Beichte erwähnt. Sie besteht darin, sich der eigenen Eigenschfaten bewußt zu werden. Von jenen, die uns im Leben behindern, Abstand zu gewinnen, und die guten oder positiven heranzuzüchten, um unser Selbstbewußstein darauf zu stützen. Wenn es uns schlecht gelingt, muß es nicht immer an der Zahl 13 liegen, sondern daran, daß wir die Eigenschaften schlecht erkannt haben.


Einst habe ich mich geschämt für meine vielen negativen Eigenschaften, doch dann hat mich der Meister darüber aufgeklärt: Entscheidend ist nicht die Gesamtzahl der negativen Eigenschaften, sondern, ob sie innerhalb der Elemente in einem bestimmten Verhältnis stehen. Sagen wir, 21 im Feuer, 20 im Luft, 19 im Wasser und 18 im Erdelement. Noch besser ist es, ebensoviele positive wir negative Eigenschaften zu haben. Stützen Sie sich auf die guten Eigenschaften, und beeinflussen Sie Ihr Unterbewusstsein durch Autosuggestion vor dem Einschlafen, laden Sie die Eigenschaften in die Speisen und Getränke, atmen Sie sie ein, wiederholen Sie bei allen automatischen Bewegungen, z.B. Beim Gehen. Stellen Sie sich vor, daß die negativen Eigenschaften Sie verlassen, beim Rasieren, bei den Ausscheidungvorgängen usw.: Der Einbildungskraft sollen keine Grenzen gesetzt werden.


Der Meister hat mich mal gefragt, wieviele Arten von Freude ich aufzählen kann. Dann hat er etwas von 36 angedeutet. Das sind Dinge, mit denen man auch in der Hermetik spielerisch umgehen darf. Spielen und wieder spielen, mit Begeisterung und Freude, obwohl es sich um ernste Dinge handelt.


Nochmals sei gesagt: Besonders auf die positiven Eigenschaften Wert zu legen! Und noch etwas: Wenn Sie den Wunsch nach Umwandlung einer bestimmten  Eigenschaft äußern und in diese Richtung weiterarbeiten, dann wird Ihnen die Göttliche Vorsehung Gelegenheit zur Bewährung geben, um  die entsprechende Eigenschaft durch Hindernisse zu stärken, die auf Sie zukommen werden. Akasha, die Welt der Ursachen, ist wie der Bogen eines Schützen, gespannt durch die Sehne, aber in der Grundstellung in ruhe. Äußern wir einen Wunsch, so ist dieser Wunsch wie der Pfeil, der durch die Spannung der Sehne in eine bestimmte Richtung geschossen wird. Je nach Dynamik des mentalen Wunsches wird dann in der Astralwelt die Situation geschaffen, um sich in der materiellen Welt zu realisieren. Der empfindliche, aufrichtige Magier erkennt in Hindernissen gleich, daß uns, entsprechend unserer Standhaftigkeit, von der Göttlichen Vorsehung darin die Mglichkeit der Verbesserung gegeben wird. Und lächelnd ergreifen wir die hefende Hand und freuen uns, wenn wir der Vollkommenheit wieder ein kleines Schrittchen näher gekommen sind. Der gewöhnliche Mensch äußert manchmal tausend Wünsche. Aber wenn die Gelegenheit zur Verwirklichung kommt, klagt er über die Ungerechtigkeit, wenn ihm Hindernisse in den Weg kommen.


Mann soll nicht beten:“Lieber Herrgott, führe mich nicht in Versuchung, sondern befreie mich von dem Bösen!“ Ein Magier äußert den Wunsch:“Ich möchte die Kraft und Erkenntnis, um da Böse zu besiegen!“ Und er weiß, wo sie zu holen sind. Denn er darf vor nichts zurückschrecken, ohne Ausnahme. Alles, was auf ihn zukommt, hat seinen Zweck für seine Weiterentwicklung. Denn was ist das für eine Tugen, die nicht durch die Flamme der Versuchung geprüft worden ist?


Der Meister war immer zufrieden, wenn Hindernisse auf ihn zukamen, denn er wußte dann, daß die Göttliche Vorsehung ihn nicht vergessen hat. Wenn wir reifer werden, realisieren sich unsere Wünsche in kurzer Zeit. Deswegen wird ein Eingeweihter, welcher sich dessen bewußt ist, niemals, auch nicht in der Gedankenwelt, einen Wunsch aussenden, der jemanden Schaden oder die universale Harmonie stören könnte. Er müßte nämlich die volle Verantwortung dafür tragen. Auch zu diesem Zweck dient die Gedankenkontrolle, die Introspektion, die sich in einem automatisieren muß. Jeder Gedanke muß fast leblich gefühlt werden.




Quelle: Dr. Lumir Bardon / Dr. M.K. - Erinnerungen an Franz Bardon