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Zentrum für Geisteswissenschaft Straßburg

Werte Interessenten der Geisteswissenschaft. Der Grundgedanke zu „Frabato Hermetica“ ist es das Werk von Franz Bardon zu würdigen und einen kleinen Arbeitskreis zu schaffen der sich dem Werk von Franz Bardon und den wahren universellen Grundlagen der Hermetik widmet. Es ist aber leider keine einfache Aufgabe Personen zu finden die ein ernsthaftes Interesse mitbringen um auf diesem Gebiet Forschungen anzustellen und sich mit dem „praktischen“ System von Franz Bardon ernsthaft auseinander zu setzen. Der Sinn des Bardon Werkes liegt in der Möglichkeit der Weiterentwicklung. Und diesen Weg und diese Möglichkeiten soll „Frabato Hermetica“ dem um Erkenntnis strebenden Mitmenschen in Form von Ergänzungen und praktischen Ratschlägen bieten. Ich habe in meinem Leben einige Gespräche zwischen „großen Hermetikern“ und den „besten Lebensberatern“ und Esoterikern mitbekommen. Leider muss ich aus Erfahrung sagen, dass man sich trotz den vielen esoterischen Diplomen und Spezialausbildungen nicht einig ist wie denn das alles jetzt wirklich so sei. Also ein Erkenntnisproblem.


Viele „moderne Esoteriker“ predigen eine harmonische Lebensführung einzuhalten, im Einklang mit der Natur zu Leben und zu meiden was einem Schadet, machen sich aber gleichzeitig von anderen Abhängig um in der Masse nicht unter zu gehen. Sie lassen sich von den waltenden Kräften führen, da ihr eigener Wille dafür zu schwach ist. Ist dieses Empfinden der Naturkräfte und dieses vermeintliche  Leben im Einklang mit diesen nicht oft bloß die Wahrnehmung dessen, das der Mensch sich im Strom der Zeit bewegt? Solches hat nichts mit Selbstbeherrschung und fundierter Esoterik zu tun. Diese Menschen schwimmen um sich an der Oberfläche zu halten und empfinden den Wechsel von Tag und Nacht welchen sie aus ihrer Lage erblicken als deren Gottgegebene Gabe dies erleben zu dürfen. Doch sind diese Wahrnehmungen nicht uns allen irgendwie bekannt? Der wahre Schüler der Hermetik, der Esoterik, kennt die Grundlagen des hydrostatischen Gleichgewichts und vermag zu sinken und steigen wie es ihm die Kraft seines Willens ermöglicht. Er kennt nicht nur die Dunkelheit und das Tageslicht, sondern auch die Tiefen und Höhen abseits der Wasserlinie.



Das Werk und die Hinterlassenschaft von Franz Bardon

Franz Bardon war zweifelsohne ein Gigant was das hermetische Wissen anbelangt. Sein praktisches System bildet bereits in den Anfangsstadien eine solide Grundlage und verhilft dem Schüler die Naturgesetze zu erkennen und auch Selbstbewusst vertreten zu können. Bardon stützt sich nicht auf philosophische Wahrscheinlichkeiten sondern beschreibt was ihm notwendig erscheint in seiner theoretischen Form und weiß, dass die Praxis sein Übriges zur Entwicklung beiträgt. Was mitunter ein Grund ist warum die Werke von Franz Bardon relativ wenig bekannt sind. Es wird neben der „wirtschaftlichen Esoterik“ halt nicht gerne gesehen das jemand diverse Dinge Hinterfragt. Obwohl man aber nicht Grundlegend alle pauschal in einen Topf stecken darf. Die Werke Bardons finden ihren Halt aber nicht nur in der praktischen Anwendung seiner Übungen, sondern bieten auch allgemein dem Interessenten ein fundiertes Wissen welches seine Bestätigung im Alltäglichen Leben findet.


Vielfach wird behauptet dass wir uns auf ein magisches Zeitalter zubewegen. Den Vertretern dieser Ansicht dürfte entgangen sein, dass wir uns bereits seit über 60 Jahren in diesem befinden. Das ist auch die eigentliche Hinterlassenschaft von Franz Bardon. Ein zeitloses und nach den Universalgesetzen ausgerichtetes Einweihungssystem. Sowohl in Theorie als auch in Praxis. Es sei damit aber nicht gesagt das es nicht andere Autoren gibt die fundierte und praxisbezogene Schriften publiziert haben, ganz im Gegenteil, aber so detailliert wird der Interessierte Leser die Grundlagen des hermetischen Wissen bis zum heutigen Tage in einem Buch wohl kaum beschrieben finden.



Materialismus und geistige Entwicklung

Vielfach werden von den „esoterischen Vertretern“ Thesen und Meinungen vertreten die sich explizit gegen die materielle Weltanschauung richten. Die Qualität des Inhaltes dieser Lehren und Meinungen erkennt man aber oft bereits bei kurzer Betrachtungsweise diverser Umstände in so manchen Kreisen. Bei einem gewissen Nachfragen scheitert es oft schon an Grundlegenden Dingen und man erkennt, dass viele Meinungen einfach nur Oberflächlich sind und interessanter Weise oft gar nicht der wirklichen, persönlichen Anschauung der einzelnen Person selbst entspricht. Hier Klammern sich leider viele Menschen nur allzu gern an einen Strohhalm um in der Masse nicht unter zu gehen. Der Materialismus und die materielle oder grobstoffliche Ebene, wie wir sie nennen, trägt unweigerlich sehr viel zur geistigen Entwicklung des Menschen bei. Im okkulten Sinne ist sie auch eine Notwendigkeit.  Führt der Weg zum Geistigen ja bekanntlich über die Beherrschung des Stoffes. Das Materialismus in seiner maßlosen Form diverse Anschauungen verhärtet ist richtig, aber genauso finden wir diese Einseitigkeiten ja auch im Spiritualismus. Das muss man sich eingestehen. In Bezug auf die Materie spreche ich jetzt aber nicht nur von der Beherrschung des Körpers und dem Genuss von Lebensmitteln, sondern im Sinne der Forschung und der Entwicklung. Denn so sollte unser Denken in Bezug auf die Esoterik ausgerichtet sein.


Beobachten wir einen See, so erkennen wir dass dieser in der Tiefe zunehmend finsterer und kälter wird. Mancher wird jetzt sagen dass dies ja ganz logisch ist. Stimmt, aber diese Logik, dieses Erkennen von Zusammenhängen haben wir durch Beschauung des Materiellen errungen. Ferner kann man hier sagen dass das Licht, welches dem Feuerelement unterliegt und in das Wasser eindringt, auf Grund physikalischer Gesetze wieder aus diesem „ausgeschieden“ wird. Weil es eben zwei unterschiedliche Elemente sind. Ein gemeinsames Element in dem Sinne gibt es nicht, es gibt nur Verbindungen, Wechsel- und Zusammenspiele. Also elektrisches Fluid, magnetisches Fluid oder elektro-magnetisches Fluid. Wärme z.B. ist ein Zusammenspiel aus Kälte und Hitze und möchte man die Dunkelheit in der Tiefe als Böse und das Licht als Gut bezeichnen, so muss man sich eingestehen das hierbei die Wärme, das Angenehme, ein Zusammenspiel von Gut und Böse ist und demnach das Gute wie das Böse seine Berechtigung haben. Eine einfache Betrachtung der Natur kann die Grundfrage der Berechtigung von Gut und Böse veranschaulichen.

Wie vorhin erwähnt wird Licht vom Wasser ausgeschieden. Dieses Ausscheiden erfolgt in der Natur in Form von Wärme oder chemischer Energie. Wie sich dieses Wechselspiel von Licht (Feuer) und Wasser in der Natur verhält hängt von der Beschaffenheit des Gewässers ab. Ein Kalkhaltiger See wird uns in der Regel bläulich erscheinen, ein Moor See bräunlich usw. Und genauso verhält es sich beim Menschen. Das „Licht“ der weißen Sonne führt unserem Körper Energie zu und färbt diesen seiner jeweiligen Zusammensetzung entsprechend. Dies sind Grundlagen wie man sie z.B. zur Beherrschung des Charakters kennen sollte, möchte man nicht früher oder später Gefahrlaufen in seiner Entwicklung stehen zu bleiben oder gar zurück zu fallen. In uns findet also ein Wechselspiel der Elemente statt. Wir verbrauchen die Energie die uns zugeführt wird in dem wir sie in bestimmten Formen wieder aus dem Körper ausscheiden. Sei es in materieller oder feinstofflicher Form. Wieviel Kraft kostet uns oft unser Gefühlsleben? Daraus ist auch ersichtlich das wir jede Kraft die wir zusätzlich von außen Zuführen auch wieder aus dem Körper abführen oder diese erhalten müssen. Möchten wir keinen Schaden erleiden. Hier finden wir einen der Gründe für die vielen ungesunden Gesichter der „Esoteriker“ und den teilweise Irrsinnigen Weltanschauungen.


Körper, Seele und Geist müssen schrittweise Entwickelt werden. Dem gleich Wille, Intellekt und Gefühl. Wer einen Luftballon zu sehr aufbläst wird nur dessen Hülle schädigen. Blicken wir nochmal nach oben so wird uns klar, dass die Sonne mit ihrem Licht nicht nur uns Menschen und unser Umfeld bestrahlt, sondern auch die Planeten. Diese durchdringt diese mit ihrer Energie und das Licht färbt sich entsprechend der Beschaffenheit des Planeten. Dieser bestrahlt wiederum unsere Erde, unser Umfeld und auch uns Menschen mit dem seiner Zusammensetzung entsprechenden gefärbten Licht. Somit ist der Einfluss der Planeten auf den Menschen in seiner Grundform sowie die Basis des Karmaprinzipes erklärt.


Man sieht also wie man von der Betrachtung eines Sees, des Wassers in seiner grobstofflichen Form, auf Erkenntnisse und Zusammenhänge der Natur und des feinstofflichen Lebens des Menschen kommen kann. Alles um uns ergibt Sinn, hat seine Berechtigung. Daher ist es aus der Sicht der Menschenentwicklung und der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit nicht richtig das Materielle beiseite zu lassen. Vielmehr müssen wir es nutzen. Und sei es manchmal auch „nur“ um eine kleine Starthilfe in Bezug auf das Erkennen von Zusammenhängen zu bekommen.


Strassburg am 14.2.2021, S.A.


Frabato Hermetica